Forschungsinteressen

Praktische Philosophie

Prof. Dr. Markus Stepanians forscht zu Themen der politischen Philosophie und der Rechtsphilosophie, insbesondere zur Gerechtigkeitstheorie, Freiheit und Autonomie, Theorie subjektiver Rechte und Menschenrechte und zur Philosophie des internationalen Rechts (Crimes against Humanity, Genozid).

Die Forschungsschwerpunkte von Prof. Dr. Anna Goppel liegen in der politischen Philosophie, der normativen und der angewandten Ethik. Gegenwärtig arbeitet sie unter anderem zu ethischen Fragen der Migration, der politischen Mitbestimmung und der Staatsbürgerschaft, zur Ethik des Wählens, zu moralischer Komplizenschaft sowie zur normativen Bedeutung von Nahbeziehungen.

Prof. Dr. Andreas Müller beschäftigt sich vor allem mit Grundlagenfragen der praktischen Philosophie (u.a. zur Natur normativer Gründe und ihrer Rolle im rationalen Überlegen) sowie mit Fragen der normativen Ethik (u.a. zur moralischen Relevanz von Einwilligungen). In diesem Zusammenhang arbeitet er auch zu ausgewählten Problemen der angewandten Ethik, insbesondere im Bereich der Medizin und der Sexualität. Ein weiteres Forschungsinteresse betrifft Fragen der Verantwortungszuschreibung beim Einsatz komplexer Computersysteme, etwa in der Steuerung von Chirurgie-Robotern oder autonomen Waffensystemen.

Dr. Sabine Hohl arbeitet an einem Habilitationsprojekt zum Status und zur rechtlichen Regulierung persönlicher Beziehungen im liberalen Staat. Im Rahmen der IFK „Religious Conflicts and Coping Strategies“ befasst sie sich mit der Frage der elterlichen Rechte im Bereich der religiösen Erziehung von Kindern. Daneben hat sie auch Forschungsinteressen in der Ethik, v.a., was die Themen der individuellen Verantwortung für gemeinsam verursachte Übel und Konsumethik betrifft.

Theoretische Philosophie

Die Hauptarbeitsgebiete von Prof. Dr. Claus Beisbart liegen in der allgemeinen Wissenschaftsphilosophie und der Philosophie der Physik. Er forscht insbesondere über die Erkenntnistheorie von Modellierung und Simulation, über Wahrscheinlichkeiten und über Erkenntnisgrenzen, z.B. in der Kosmologie. Weiterhin interessiert er sich für philosophische Methoden, insbesondere das Überlegungsgleichgewicht und die Explikation, und die Grundlagen der Ethik.

Die Forschungsinteressen von Vera Hoffmann-Kolss bewegen sich an der Schnittstelle zwischen Metaphysik, Philosophie des Geistes und Wissenschaftstheorie. Der Schwerpunkt ihrer derzeitigen Forschung liegt auf dem Kausalitätsbegriff und kausalen Modellen. Darüber hinaus beschäftigt sie sich mit der Metaphysik von Eigenschaften, dem Leib-Seele-Problem und der neueren Debatte über ontologische Unbestimmtheit.

Die Hauptforschungsgebiete von Prof. Dr. Vincent Lam sind die Philosophie der Physik, die Philosophie der Klimawissenschaft, die allgemeine Wissenschaftsphilosophie, die Metaphysik und die Erkenntnistheorie. Er leitet das SNF-Projekt „The Epistemology of Climate Change“, das die Klimawissenschaft und Klimamodellierung in methodologischer und epistemologischer Hinsicht im grösseren Rahmen einer wissenschaftsphilosophischen Perspektive auf den Klimawandel untersucht. In der Philosophie der Physik interessiert er sich besonders für grundlegende Fragen zu Raum und Zeit sowie die Wechselwirkung zwischen Physik und Metaphysik im Kontext der Interpretation fundamentaler physikalischer Theorien.

Die philosophische Arbeit von Prof. Dr. Georg Brun ist durch ein starkes Interesse an Methoden der Begriffsbildung, des Argumentierens, der Rechtfertigung und des rationalen Entscheidens geprägt. Thematisch decken seine Arbeiten ein breites Spektrum ab: vom Einsatz formaler Methoden in der Logik, über Theorien der epistemischen Rechtfertigung und des Verstehens bis zu Fragen der Metaethik, der Symboltheorie und der Umweltphilosophie. In seiner Forschung versucht Georg Brun, Explikationen und Überlegungsgleichgewichte zu realisieren, und auch, diese Methoden besser zu verstehen.

Dr. Matthias Egg forscht zu Themen im Grenzbereich von Philosophie und Naturwissenschaft, insbesondere zum wissenschaftlichen Realismus und den philosophischen Implikationen der Quantenphysik. Neben der Bedeutung physikalischer Theorien im engeren Sinn interessiert ihn aber auch die Rolle der Naturwissenschaft für unser generelles Welt- und Selbstbild.

In seiner Forschung beschäftigt sich Jonas Werner vor allem mit Fragen im Bereich der Metaphysik, im Besonderen mit essentialistischen Positionen in der Metaphysik der Modalität und mit nicht-kausalen Abhängigkeitsbeziehungen. Ebenfalls denkt er gerne über Themen wie  Mereologie, Sozialontologie und Dispositionen nach. Darüber hinaus bestehen Forschungsinteressen in der Philosophie des Geistes, der Sprachphilosophie und der Erkenntnistheorie.

Geschichte der Philosophie

Prof. Dr. Richard King befasst sich in seiner Forschung mit der Philosophie der Antike, insbesondere derjenigen von Aristoteles und Plotin, sowie mit antiker chinesischer Philosophie.

Dr. David Machek arbeitet zur antiken griechischen und chinesischen Philosophie, mit einem speziellen Fokus auf Ethik und Moralpsychologie. Er interessiert sich auch für kulturübergreifende vergleichende Philosophie und verwendet sie als methodisches Werkzeug, das zu unserem Verständnis von Texten aus beiden philosophischen Traditionen in deren eigenem kulturellen Kontext beitragen kann. Sein SNF-Projekt befasst sich mit philosophischen Auffassungen von Motivationskonflikten in der griechischen und der chinesischen Tradition.

Jorge Torres Portrait

Das Hauptforschungsgebiet von Dr. Jorge Torresist die antike Philosophie, mit einem Schwerpunkt auf Platon, Aristoteles und der griechischen Medizin. Seine jüngsten Publikationen befassen sich mit dem Einfluss der hippokratischen Medizin auf Platons Moralphilosophie.